BEGEISTERUNG. KREATIVITÄT. LEIDENSCHAFT.

MEDIEN UND KULTUR IN BERLIN.

Navigation

Die Grundlagen des e-Mail Marketings – Teil 1

E-Mail Marketing – für viele ein eingestaubter Hut. Doch die Realität könnte nicht ferner sein. E-Mail Marketing mag zwar nicht so sexy wie aktuell Instagram, Snapchat und Co. sein, doch zählt sich nach wie vor zu den erfolgreichsten Marketing Disziplinen.

Die Zeiten, in denen die Kundenakquise relativ überschaubar sind, sind vorbei. Webseitenbesucher und potenzielle Kunden kommen heute auf vielen verschiedenen Wege zu Ihnen, Tendenz steigend. Je mehr Plattformen Sie bespielen (einzelne Social Media Kanäle, AdWords, Display Kampagnen etc.), desto komplexer wird das Handling. Dies vergrößert zwar Ihre Möglichkeiten, Kunden zu gewinnen und damit Ihren Umsatz zu steigern, doch sorgt dies gleichzeitig für eine gewisse Unübersichtlichkeit. Hinzu kommt, dass Sie die Manpower benötigen, um all diese Aktionen qualitativ zu planen, durchzuführen und auszuwerten.

Die Kosten für das Versenden sind abhängig von der Größe Ihrer Mailingliste und im Vergleich zu vielen SEA-Budgets deutlich geringer, was einen höheren ROI zur Folge hat. E-Mail Inhalte lassen sich ohne größere Aufwände erstellen und zielgerichteter ausspielen und die Performance lässt sich in Echtzeit überprüfen. Anders als bei anderen Disziplinen gehört die E-Mail Adressliste Ihnen. Sie müssen keine Plattform- und Kontoschließung befürchten und steuern ganz genau, welche Inhalte Sie an welche Empfänger verschicken.

Im ersten Teil unseres Guides zum Thema e-Mail Marketing befassen wir uns mit der Frage, welche strategischen Punkte für erfolgreiches Newsletter Marketing wichtig sind.

e-Mail Strategie aufsetzen


Erfolgreiche E-Mail Kampagnen sind das Ergebnis einer guten Planung. Welche Inhalte wollen Sie an Ihre Empfänger versenden? In welchem zeitlichen Abstand gedenken Sie ein Mailing zu versenden? Wer übernimmt die redaktionelle Planung, Durchführung, Auswertung und Optimierung der Kampagnen? Wie viel Budget wollen Sie einsetzen? Mit welchem E-Mail Tool möchten Sie arbeiten? Diese und mehr Fragen gilt es, im Vorfeld zu klären. Ein E-Mail Konzept aufzusetzen, mag zwar auf den ersten Blick lästig erscheinen, erspart Ihnen aber hinterher viel finanzielle Lernerfahrung.

Mit der Definition der individuellen Ziele steht und fällt alles. E-Mail Marketing ohne ein bestimmtes Ziel ist reine Zeitverschwendung. Doch wie identifizieren und testen Sie die richtigen KPIs? Das Schwierigste ist die Auswahl der richtigen Metriken. Wir empfehlen, hier ein sogenanntes Trichtermodell, also vom Allgemeinen zum Konkreten. Befolgen Sie diese vier Schritte:

Schritt 1 – Definieren Ihrer E-Mail Ziele:

Dieser Schritt ist von großer Bedeutung und dient als Grundlage für Ihr weiteres Vorgehen. Liegen keine eindeutigen Geschäftsziele vor, haben Sie es schwer, die passenden KPIs für Ihr E-Mail Marketing festzulegen. Bevor Sie jetzt wild drauf los definieren, bedenken Sie: Jede Handlung trägt dem Erreichen Ihrer Marketing bzw. Unternehmensziele bei. Je nach Businessmodell könnten diese sein: Verkauf von Produkt X, potenzielle Kunden gewinnen und an Ihre Marke binden, ein effektives Marketing und Aufbau von Markenvertrauen, sich als Experte auf Ihrem Fachgebiet präsentieren – um nur einige zu nennen.

Schritt 2 – Festlegen konkreter Mikro-Ziele:

Die übergeordneten E-Mail Ziele sind definiert. Jetzt gilt es, die entsprechenden Mikroziele zu bestimmen. Anhand der eben definierten Makro-Ziele legen Sie jetzt konkrete Ziele fest, die Sie erreichen möchten. Um diese zu bestimmen, stellen Sie sich an dieser Stelle folgende wichtige Fragen: “Was sollen meine Abonnenten tun, nachdem sie meine E-Mails erhalten haben?”, “Was sorgt dafür?”. Mögliche Mikro-Ziele sind: Steigerung der Unique Visits, Erfüllung der Kundenansprüche, Aufbau einer Kundendatenbank für das Marketing.

Denken Sie daran: Ziele beeinflussen sich unter Umstand gegenseitig. Wenn Sie mehr Kunden gewinnen und gleichzeitig sowohl mit neuen als auch vorhandenen Kunden mehr Umsatz erzielen möchten, kann dies unter Umständen zu einem Zielkonflikt führen. Legen Sie nicht zu viele Ziele auf einmal fest und stellen Sie sicher, dass Sie die Erfolge auf objektive Weise messen.

Schritt 3 – Festlegen der KPIs:

Die Makro- und Mikro-Ziele sind definiert. Zur Messung Ihrer Erfolge gilt es nun konkrete E-Mail KPIs zu bestimmen. Fragen Sie sich hier, “Mit welchen Daten validiere ich meine Ziele?”. Berücksichtigt werden könnten Neuregistrierungen pro Monat, gestiegene Öffnungsraten, Anzahl der Besucher Ihrer Webseite uvm.

Schritt 4 – Definieren der KPI-Ziele:

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Legen Sie jetzt für jede KPI die anvisierten Zielwerte fest. Die Festlegung konkreter Zahlen ermöglicht Ihnen die Überprüfung, ob die gesetzten Ziele erreicht werden. Beispiel: 5.000 neue Kunden pro Monat, 250 Registrierungen pro Woche, 30 Prozent Öffnungsrate usw. Durch die Quantifizierung Ihres Erfolgs können Sie entsprechend reagieren.

Rechtlich sicher sein

Grundsätzlich benötigen Sie die Einwilligung eines jeden Empfängers bevor Sie diesem eine werbliche E-Mail schicken. Nutzen Sie hierzu das sogenannte “Double opt in”-Verfahren. Wenn Sie diesen Opt-in-Prozess nutzen, garantieren Sie, dass die Empfänger Ihre E-Mails auch tatsächlich erhalten möchten und an Ihrer Marke interessiert sind. Ebenfalls müssen Sie sicherstellen, dass sich jeder Empfänger nach dem Erhalt einer Marketing E-Mail abmelden kann. Dies erreichen Sie, indem Sie bei jedem Mailing einen Abmeldelink einfügen.

Auch das Thema Datenschutz ist nicht zu unterschätzen. Mit der Ungültigkeitserklärung des Safe Harbor Abkommens am 6. Oktober 2015 durch den EuGH, ist besondere Vorsicht geboten. Dürfen europäische Unternehmen weiterhin auf US-amerikanische Dienste zurückgreifen? Wie sieht es mit der Erhebung, Speicherung und Verarbeitung von Kundendaten aus? Drohen Abmahnungen? All diese Fragen sind aktuell noch ungeklärt. Hinzu kommt die Verabschiedung der neuen EU Datenschutzgesetze im Mai 2018. Gehen Sie hier lieber auf Nummer sicher. Es ist ratsam, auf einem europäischen E-Mail Anbieter zurückzugreifen, dessen Server in der EU gehostet sind.

Abonnenten gewinnen


Ohne Empfänger kein E-Mail Versand. Der qualifizierte Ausbau einer E-Mail Kontaktliste ist für Marketer wahrscheinlich einer der größten Herausforderungen. Es existieren zahlreiche Strategien, mit denen Sie Ihren Newsletter und andere Marketing E-Mails bewerben und die ersten Abonnenten gewinnen.

Um Ihre Kontaktlisten zu füllen, bieten sich optisch gelungene Newsletter-Abonnement-Widgets an, die die Sie nach Bedarf auf Ihre Webseite platzieren. Für den schnellen Einstieg bieten sich fertige Vorlagen an, die Sie mit wenig Aufwand an Ihre Marke anpassen. Testen Sie verschiedene Platzierung aus und spielen Sie mit Formulierungen, Farben der Button usw. Hierfür bieten sich Sidebars, den Footer oder Header des Shops oder Elemente wie Layer und Pop-Ups an. Bieten Sie idealerweise auf jeder Seite eine Möglichkeit zur Anmeldung an. Erstellen Sie verschiedene Versionen und analysieren sie, was auf Ihrer Webseite am besten funktioniert.

Weitere Möglichkeiten sind E-Mail Signatur in Geschäfts-E-Mails mit einem Link zur Anmeldeseite und einem kurzen Call-to-Action, der einen Benefit deiner Liste herausstellt. Informieren Sie Ihre Fans und Follower auf allen Social Media Kanälen darüber, dass sie sich für Ihre E-Mails anmelden können oder nutze Ihren Shop, um Sign-ups zu generieren. Um die Anmeldung schmackhafter zu machen, bietet sich ein Dankeschön wie Gutschein, kostenlose Guides etc. an.

Zustellbarkeit

Was nützt Ihnen ein großer Verteiler und die tollsten Kampagnen, wenn diese Ihre Empfänger nicht erreichen? Um eine optimale Zustellbarkeit zu erreichen gilt es, einiges zu beachten. Ob eine E-Mail als Spam deklariert bzw. aus anderen Gründen abgewiesen wird, hängt von <a href=“Was nützt Ihnen ein großer Verteiler und die tollsten Kampagnen, wenn diese Ihre Empfänger nicht erreichen? Um eine optimale Zustellbarkeit zu erreichen gilt es, einiges zu beachten. Ob eine E-Mail als Spam deklariert bzw. aus anderen Gründen abgewiesen wird, hängt von verschiedenen Parametern ab. Dazu gehören Versandverlauf, Versandhäufigkeit, Senderadresse, die Absender-Authentifizierung (SPF und DKIM), Sender-Reputation und natürlich der Inhalt. Vermeiden Sie bestimmte “Spam-Wörter” wie “kostenlos”, “Sie haben gewonnen”,, “nur heute”, “heiße Männer/Frauen” und natürlich die üblichen Verdächtigen wie “sexy”, “Porno” und “Wette”.

Ausblick:

Erfahren Sie im zweiten Teil der E-Mail Marketing Serie, wie Sie professionelle und erfolgreiche E-Mail Kampagnen aufsetzen.


Autor:

Juliane Heise leitet bei Mailjet das Marketing im deutschsprachigen Raum. Mailjet ist ein europäischer E-Mail Service Provider, der Unternehmen eine intelligente All-in-One-Lösung für Marketing und Transaktions-E-Mails bietet.
www.mailjet.de

Kommentieren

Ihre e-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.

eins × 1 =

FacebookTwitterGoogle+