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Facebook: Hoch die Freunde

 

 
Der Newsfeed ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt des sozialen Netzwerks Facebook. Welche Mitteilungen, Bilder, Videos und Status-Updates dem Nutzer dort angezeigt werden, entscheidet ein Algorithmus, inoffiziell „EdgeRank“ genannt. Ähnlich wie die Sortierung der Suchergebnisse bei Google setzt sich dieser Algorithmus aus zahlreichen unterschiedlich gewichteten Faktoren. So spielen beispielsweise die räumliche Nähe zum Autor oder gemeinsame Interessen eine Rolle. Einer der wichtigsten dieser Faktoren ist die Interaktivitätsrate der Nutzer mit den Beiträgen des Autors (Profil oder Page).

Facebook passt in diesen Tagen den Algorithmus an

Gestern wurde im offiziellen Facebook Blog nun angekündigt, dass der Newsfeed-Algorithmus erneut angepasst werden soll. Demnach sollen nun Beiträge von Freunden oder Familienmitglieder wieder stärker in den Fokus rücken. Facebook begründet dies damit, dass Nutzer Angst hätten, wichtige Updates ihnen nahestehender Menschen zu verpassen.
Experten sehen dies als neue Strategie des Netzwerkes, die Aufenthaltsdauer der User durch relevantere Informationen zu erhöhen.

Des einen Freud, des anderen Leid

Während das erneute Update private Nutzer freuen dürfte, sehen Seitenbetreiber dieses eher mit Sorge. Denn durch die Stärkung privater Profile im Newsfeed geht eine Schwächung kommerzieller und redaktioneller Inhalte einher. Dies räumt Facebook auch selbst ein. Unternehmen dürften mit einem Rückgang ihrer Reichweite und damit auch mit weniger Interaktion und Verweis-Traffic auf ihre Website rechnen.

Clickbaiting und Advertising als Lösung?

Um in den Newsfeeds präsent zu bleiben, stellt sich für Seitenbetreiber nun noch mehr als zuvor die Aufgabe, Inhalte anzubieten, die von den Nutzern an ihre Freunde weitergeteilt werden. Insider befürchten bereits Stärkung von Clickbait-Seiten, welche durch reißerische Headlines und polemische Beiträge ihre Reichweite ausbauen. Diese als „Heftig-Phänomen“ bekannt gewordene Strategie wird inzwischen sogar bereits von SPIEGEL online oder der Huffington Post eingesetzt.
Für Facebook selbst bietet sich zudem der Vorteil, dass nun wohl nicht wenige Unternehmen verstärkt auf bezahlte Werbung (Page Ads / Sponsored Posts) setzen werden um ihre Sichtbarkeit zu gewährleisten.

Lars Backstrom schreibt in der offiziellen Mitteilung zum Newsfeed Update, Seitenbetreiber sollten sich an die Best-Practice-Empfehlungen halten um weiterhin Interaktionen zu generieren. Dabei bilden einzigartige, spannende und nützliche Inhalte die Basis. Auch das Aufgreifen von aktuellen Themen („Trending Topics“) wird empfohlen, da Facebook diese erkennt und Beiträge dazu gegebenenfalls als wichtiger einstuft. Ein aktueller heißer Tipp ist auch die Nutzung der „Live-Video“ Funktion. Diese wird als relativ neues Feature des Netzwerks im Algorithmus eher prominent behandelt.

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Beitragsbild: CC-BY-SA 2.0 by mkhmarketing

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