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„Trololo-Mann“ Eduard Chil ist tot

Er war vermutlich Rickrolling 2.0 . Am Sonntag starb Eduard Anatoljewitsch Chil in St. Petersburg an den Folgen eines Schlaganfalls.

Als er im Jahr 1976 im russischen Fernsehen auftrat, ahnte er wohl noch nicht, dass ihn diese Aufnahme rund 34 Jahre später zu spätem Weltruhm verhelfen sollte. Der Sage nach soll der Text des  Liedes „Я очень рад, ведь я, наконец, возвращаюсь домой“ (dt.: Ich bin sehr froh, wieder zuhause zu sein) den gestrengen Sendeverantwortlichen zu freiheitlich orientiert gewesen sein – weswegen Chil zur Melodie nur lautmalerische Vokalisierungen sang. Die nunmehr aus „Trololo“ , „Jajaja“ und ähnlichem bestehende Version wurde 2010 in den Untiefen eines Archivs entdeckt – und erweckte sehr schnell die Netzgemeinde mit ihrem speziellen Humor. Die Aufzeichnung wurde millionenfach über Twitter und Facebook verteilt, sogar eine eigene Webseite wurde dem plötzlichen Internet-Star gewidmet, der fortan als „Trololo-Mann“ bekannt war. Das Posten des Videos oder einfach nur der Kommentar „Trololo“ wurde zur geflügelten Antwort auf Troll-Beiträge in Foren oder auf Mailinglisten.

Chil selbst nahm den unerwarteten Ruhm übrigens mit Humor und Freude. Allzu lange hatte er allerdings nicht mehr davon: Im April erlitt der russische Sänger einen Schlaganfall und lag daraufhin bis zu seinem Tod am 3. Juni im Koma. Chil wurde 77 Jahre alt.

Links:

Das „Trololo“-Video

Bericht zum Tod von Eduard Chil auf stern.de

 

Bildquelle: kremlin.ru 

 

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